Es war Samstag morgen und der Himmel hatte mal wieder alle Schleusen geöffnet.

Bis zum frühen Nachmittag klarte es jedoch auf, und die neun Schiffe des YCM konnten bei angenehmen zwei Windstärken, Sonne und Wolken nach Romanshorn segeln. Für den Abend stand Grillen auf dem Programm. Rasch waren Bierbänke und Tische aufgestellt, und der Grill angefeuert. Als die ersten Holzkohleschwaden verheißungsvoll über den Hafen zogen, fanden sich nach und nach alle Segler am Grillplatz ein, beladen mit diversen Würstchen, Steaks, Salaten aller Art, Sossen, Dips und natürlich Getränken. Der Abend verflog im Nu. Nach Einbrechen der Dunkelheit wurde es langsam kühl, so dass sich alle auf ihre Schiffe zurückzogen. Ein letzter Absacker im Cockpit und ab in die Koje.

Der nächste Tag kündigte sich freundlich an mit viel Sonnenschein, jedoch sehr wenig Wind. Das Ziel war Horn West. Die zu überwindende Distanz war also nicht groß, bei Flaute aber dennoch eine Herausforderung an die Geduld. Schlussendlich half dann nur noch der Diesel. In Conny’s Hafenbeizli gab’s dann Fischknusperli im Körbli, Poulet Flügeli und andere Köstlichkeiten, dazu der allseits beliebte Möhl. Düstere Wolken und Wetterleuchten rundherum kündigten bereits den für Montag vorhergesagten Wetterwechsel an. Leider hatten sich die Meteorologen nicht geirrt, es goss schon in der Nacht und den ganzen nächsten Tag, so dass sich schnell alle einig waren, die Schiffe für eine weitere Nacht einfach liegen zu lassen. Per Zug fuhr eine Gruppe nach Arbon zum Besuch des bekannten Saurer-Museums, wo die meisten Modelle der Saurer-Fahrzeuge ausgestellt sind, aber auch Stickmaschinen, die weltweit immer noch im Einsatz sind, konnten bei laufendem Betrieb bestaunt werden. Eine zweite Gruppe besuchte das Würth-Museum in Rorschach, und so hatten alle einen erlebnisreichen Tag, der bei Segelwetter so nicht stattgefunden hätte. Den Abend ließ man in der „Blume“ in Steinach ausklingen, bei gutem Essen und spritzigem Wein.

Der Dienstag morgen zeigte sich wieder freundlich und den Seglern wohlgesonnen. Ein herrlicher Wind aus süd-westlicher Richtung beförderte alle Schiffe, inzwischen auf 11 angewachsen, in Richtung Bregenz, wo für den Abend der Besuch der Festspiele geplant war. Nach einem Apero und anschließendem Buffet im Clubhaus des Yachtclub Bregenz machte man sich auf zur Seebühne, wo Rigoletto gegeben wurde. Würde das Wetter halten? Das ist ja immer die spannende Frage. Aber es hielt. Eine fantastische Aufführung löste allseits große Begeisterung aus.

Am nächsten Tag – Mittwoch - machten sich die meisten bereits auf den Heimweg nach Meersburg, was mangels Wind nicht gerade zügig von statten ging. Am Donnerstag fand die Trauerfeier für Berni Behrens statt, einen langjährigen, allseits geschätzten und geliebten Clubkameraden. Selbstverständlich war es allen ein besonderes Anliegen, Berni auf seinem letzten Weg zu begleiten. Umso gelöster war dann der Grillabend im YCM, mit dem die diesjährige Far Niente ihren Abschluss fand, feucht-fröhlich und bei lauten Gesängen bis tief in die Nacht hinein. Die Gäste im Hafen können sicher ein Lied davon singen.

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