Eine Flotte von 15 Schiffen des YCM startete am späten Samstag-Vormittag ins Absegel-Wochenende nach Sipplingen.

Es schien fast so, als sollte den Seglern der Abschied von der Segelsaison besonders schwergemacht werden, denn die Sonne brannte mit sommerlicher Intensität vom Himmel. Durchgeschwitzt und mit sonnengeröteten Gesichtern liefen die Crews am späten Nachmittag nach und nach im Sipplinger Westhafen ein. Unentschlossene Winde aus stetig wechselnden Richtungen hatten Windex und Clubstander lustig tanzen lassen, sehr zum Leidwesen der Segler. Umso entspannter genoss man dann den Apero im Hafen, bevor es zum Abendessen in den Krone-Garten ging. Dank der sommerlichen Temperaturen wurde in fröhlicher Atmosphäre im Freien auf der Terrasse getafelt. Im kühlen Licht des Vollmonds wanderte man schließlich in den Hafen zurück, wo – wen wundert’s – der obligatorische Absacker genommen wurde, bevor die Letzten schließlich um 3 Uhr morgens ziemlich verfroren in ihre Kojen krochen, um noch ein paar Stündchen Schlaf zu bekommen.

Der nächste Morgen zeigte sich im Sonntagskleid. Die Sonne schien früh auf’s pitschnasse Deck, und es war abzusehen, dass ein erneuter Sommertag bevorstand. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Krone ging es auch den meisten, die unter den Folgen des Vorabends zu leiden hatten, wieder gut. Ein aufkommender Südwind ließ hoffen, und schon bald waren alle Schiffe ausgelaufen, mit Kurs auf Meersburg. Die Wälder des Bodanrück lagen verwunschen in bläulichem Dunst, märchenhaft wirkte der glitzernde See davor im weichen Licht, wo feengleich die Boote über’s Wasser glitten, nahezu lautlos, nur das leise Gluckern um den Bug begleitete sie.

Bei recht konstantem Süd/Süd-Ost-Wind der Stärke 2 bis 3 segelte die Flotte zurück in den Heimathafen. Die optimalen Segelbedingungen erschienen wie eine Entschädigung für die Bedingungen des Vortags. Im YCM angekommen, wartete, wie jedes Jahr, Zwiebelkuchen mit Suser, aber auch die unvergleichlichen Kuchen von Inge und Heide auf die Segler. Ein wunderbares Absegel-Wochenende neigte sich dem Ende entgegen, der Gedanke an ein Ende der Saison schien jedoch angesichts des Sommerwetters in weite Ferne gerückt.

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