Am Freitag, den 15. August, starteten wir mit zunächst acht Schiffen zu unserer diesjährigen Ausfahrt. Der Tag begann bei vielversprechendem Wind, bis am Nachmittag die Motoren gefragt waren.
Den Abend verbrachten wir im Hafen Bad Steinach, wo für uns nicht nur Liegeplätze am komfortablen Schwimmsteg reserviert waren, sondern auch ein idyllischer Grillplatz. Bei strahlendem Sommerwetter genossen wir gemeinsam einen entspannten Abend am Feuer – mit köstlichen Leckereien, angeregten Gesprächen und perfekt gegrillten Spezialitäten.

Am Samstag segelten wir – wie auch im Vorjahr – nach Fußach. Die Fahrt führte vorbei an der malerischen Fußacher Bucht, mit glitzerndem Wasser und zahlreichen Wasservögeln, bis hinein in den weitläufigen Hafen. Auch dort warteten bereits für uns reservierte Plätze.
Das Anlegen zwischen schmalen Stegen und Pfählen stellte sich als kleine Herausforderung heraus, die unsere Crews mit konzentriertem Teamgeist und fast tänzerischer Präzision meisterten. Unsere Gruppe wurde durch einige Neuankömmlinge ergänzt.

Am Abend freuten wir uns auf ein gemeinsames Essen im Restaurant Schwedenschatze. Aus dem angekündigten Regen wurde glücklicherweise ein lauer Sommerabend, der zu langen Gesprächen über das Leben, die Welt und interessante Hobbies einlud.
Der Sonntag brachte das große Highlight: Den Besuch der romantischen Oper `Der Freischütz´ von Carl Maria von Weber auf der Seebühne im Rahmen der Festspiele Bregenz. Im Hafen des Yachtclubs Bregenz in Suppersbach erwartete uns ein freundlicher und hilfsbereiter Hafenmeister. Alle Wetter-Sorgen erwiesen sich als unbegründet – die Sonne blieb unser Begleiter. Bevor es zu den Bregenzer Festspielen ging, stärkten wir uns noch im stimmungsvollen Biergarten des Klosterkellers Mehrerau.

Danach machten sich die Crews „geduscht, gekämmt und stilvoll gekleidet“ – wie es von unserer Organisatorin Hilde gefordert war, voller Vorfreude auf den Weg zur Seebühne. Dort erwartete uns eine eindrucksvolle Aufführung der Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber. Schon das monumentale Bühnenbild war großes Kino für sich.

Die moderne Inszenierung bildete einen spannenden Kontrast zum romantischen Werk und begeisterte mit starker Bildsprache, großartigen Stimmen und einem einzigartigen Gesamterlebnis. Der Sonnenuntergang und die besondere Atmosphäre der Seebühne trugen das Ihre dazu bei – ein unvergesslicher Abend, der sicher allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Vorfreude auf das kommende Jahr, wenn wir La Traviata erleben dürfen, ist damit schon jetzt groß.
Am Montag hieß es schließlich Abschied nehmen: Einige Segler machten sich direkt auf den Heimweg, andere nutzten die Gelegenheit für eine weitere Nacht im charmanten Langenargen. Am Ende kehrten alle wohlbehalten in ihre Heimathäfen zurück. Insgesamt war unsere Ausfahrt ein wunderbares Erlebnis – geprägt von schönen Segelmomenten, inspirierenden Gesprächen, geselligem Beisammensein und einem kulturellen Höhepunkt, der seinesgleichen sucht.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserer Organisatorin Hilde, die mit viel Engagement und Herzblut erneut ein unvergessliches gemeinsames Erlebnis möglich gemacht hat.
Text und Bilder: Kerstin Gessler