Melges 24 - Regattaberichte

Nachstehend können Sie von 8 Regatten detaillierte Berichte lesen:

Internationaler Drei-Länder-Cup

Die erste Regatta unserer diesjährigen Regatta-Saison war der Internationale Drei-Länder-Cup in Langenargen. Nach unserer Anreise am Tag vorher da der Start schon morgens um 8 Uhr erfolgt haben wir das Boot fertig gemacht. Am Samstagmorgen gings dann früh aufs Wasser und es hatte nur einen ganz leichten Hauch Westwind. Nach einem guten Start in erster Reihe segelten wir bei 2-3kn Wind Richtung erster Wendemarke in Romanshorn. Richtung Romanshorn drehte der Wind Mitte See etwas und wurde etwas stärker sodass wir anschließend mit Südwind und nach einer Bahnabkürzung in Romanshorn wieder direkt zurück Richtung Ziel vor Langenargen segeln konnten unter Gennaker. Wir waren durch das Kreuzen bei so wenig Wind in Romanshorn im hinteren Drittel des Feldes. Doch unter Gennaker rollten wir das Feld von hinten auf und kamen als drittes Sportboot gesegelt ins Ziel. Dies bedeutete am Ende berechnet Rang 1 bei den ORC Sportbooten und schnellstes berechnetes Boot über alle Klassen. Vielen Dank an meine grandiose Crew, Simon Scheidt, Christoph Schroff, Paul Pierschel.

Graf-Zeppelin Regatta Friedrichshafen

Die zweite Regatta dieser Saison führte uns mal wieder zum SMCF nach Friedrichshafen zur Graf-Zeppelin Regatta. Es war sehr wenig Wind prognostiziert für den Regatta Tag aber dennoch baute sich erstaunlicherweise ein Westwind mit bis zu 2 Bft auf am Start. Wir kreuzten Richtung erster Wendetonne vor Immenstaad und aus dem Westwind wurde allmählich ein Südwest. Wir konnten im forderen Feld die Tonne Immenstaad runden und stellten fest das dort vom Wettfahrtleitungsschiff die Bahnabkürzung angezeigt wurde. Somit gings für uns direkt zurück ins Ziel vor Friedrichshafen. Wir segelten unter Gennaker  und konnten nochmals ordentlich Meter gut machen auf die beiden Esse 850 vor uns. Diese kamen zwar knapp vor uns ins Ziel dennoch ersegelten wir uns dadurch Rang 1 bei den ORC Sportbooten und nicht nur das wir gewannen auch dieses Mal berechnet die Graf-Zeppelin Regatta über alle Klassen.

Montfort Cup Langenargen

Die dritte Regatta war der Montfort Cup Langenargen. Die Anreise erfolgte am Mittwochmittag  bei einem herrlichen Westwind unter Gennaker konnten wir die Melges nach Langenargen segeln. Der Donnerstag begann mit der Steuerleutebesprechung und dem Hinweis das wenn es heute mehr als 30kn Wind gibt die Wettfahrtleitung sich vorbehält nicht mehr zu starten. Das erstaunte uns etwas da eigentlich etwas weniger Westwind prognostiziert war. Die erste Wettfahrt segelten wir dann bei ca. 10kn Westwind welcher immer wieder nachlies während des Rennens. Dennoch konnten wir den ersten Lauf für uns entscheiden. Dann vor dem zweiten Lauf kam der Westwind durch und viele Crew Refften ihre Segel und hatten so ihre Probleme. Wir trimmten um auf stärkeren Wind. Allerdings waren wir nur zu dritt und wussten wir müssen uns auf einen langen Tag einstellen auf dem Wasser bei dem wir uns unsere Kräfte einteilen müssen. Aber die folgenden Wettfahrten verliefen grandios. Wir ersegelten uns immer die Führung in jeder Wettfahrt und bauten diese sogar aus. Allerdings müssen wir bei solchen Bedingungen auch das schnellste Schiff im Feld sein. Nach einem coolen aber auch anstregenden Regatta Tag hatten wir noch einen schönen Abend im Clubhaus des Yachtclub Langenargen bei Paella. Bei einem Blick in die Ergebnisse stellten wir fest das wir mit einem Punkt Rückstand auf den ersten auf einem guten zweiten Platz lagen. Der Samstag begann brachte immer noch Westwind und wir schafften es tatsächlich mit einer grandiosen Crewleistung uns auf den ersten Gesamtrang vor zu segeln. Somit hatten wir vor dem letzten Wettfahrttag an dem nur noch zwei Wettfahrten zu segeln waren einen so großen Vorsprung auf den Rest des Feldes das eigentlich nichts mehr anbrennen konnte. Allerdings ging es durch unsere vielen Laufsiege noch um den Gesamtsieg des diesjährigen Montfort Cups dem Goldenen Henkelpott als Sieger über alle Klassen. Hier war Max Trippolt auf seiner Melges 32 dem größeren Bruder unseres Bootes unser ärgster Konkurrent. Mit einem weiteren Wettfahrtsieg waren wir ganz dicht dran den Henkelpott zu gewinnen doch in der allerletzten Wettfahrt versemmelten wir den Start mächtig. Wir holten zwar noch auf während der Wettfahrt und ersegelten uns in dieser einen vierten Platz. Da Max seine letzte Wettfahrt aber gewann wurde er Gewinner des Montfort Cup Henkelpotts. Wir gewannen dennoch die Klasse der ORC Sportboote mehr als souverän. Vielen Dank an meine Top Crew Simon Waschke und Christoph Schroff.

Internationale Bodenseewoche Konstanz

Nur zwei Wochen nach dem Montfort Cup fand schon das nächste Event mit der internationalen Bodenseewoche Konstanz statt. Wir fuhren mit dem Schiff am Donnerstag Nachmittag nach Konstanz unter Motor. Der Freitag begann mit der Begrüßung und der Steuerleutebesprechung dann wurde erstmal AP gezogen da Flaute herrschte. Dies blieb in den folgenden zwei Tagen auch so. Somit warteten wir den ganzen Freitag und Samstag vergeblich auf Wind. Am Sonntag hatte der Wettergott dann ein einsehen und endlich kam ein schöner Südwind mit 6kn Wind zustande. Wir segelten eine Wettfahrt und konnten diese nach Führungswechsel am Ende gewinnen. Dann kam zu unserer Überraschung der Westwind durch und zwar gleich kräftig mit 15-20kn Wind. Somit konnte noch eine Weitere Wettfahrt gesegelt werden. Diese dominierten wir vom Start weg. An der ersten Leetonnen Rundung wurde es zwar nochmal kurz eng aber danach war klar wir gewinnen auch diese Wettfahrt. Das bedeutete am Ende gewannen wir zum vierten Mal in Folge und zum fünften Mal insgesamt die Bodenseewoche. Was für eine Leistung meiner Top Crew Simon Waschke und Heiko Leubecher. Kleiner Fakt am Rande: In der Geschichte der Bodenseewoche gab es nur 2 Crews die häufiger ihre Klasse gewonnen haben. Ein bekannter Segler aus dem Yachtclub Meersburg Richard Volz mit seiner Crew auf der Passat und die Crew der Bjiou einem 30er Schärenkreuzer.

Sie & Er Wallhausen

Nachdem ich vor zwei Jahren schon Mal recht erfolgreich an der Sie & Er in Wallhausen teilgenommen hatte mit meiner damaligen Vorschoterin Tatti habe ich dieses Jahr beschlossen wieder daran teilzunehmen. Beim letzten Mal fehlten auf den Gesamtsieg und damit auf das Blaue Band von Wallhausen nur 26 Sekunden. Dieses Jahr segelte ich mit Sandrina Breuninger welche schon häufig als Teil meiner Crew bei mir mit an Bord war. Wir machten uns morgens unter Motor bei Flaute auf den Weg nach Wallhausen. Dort angekommen meldeten wir und tranken noch einen Kaffee. Dann gings nach der Steuerleutebesprechung auch direkt aufs Wasser. Allerdings hatte es keinen Wind und so wartete die Wettfahrtleitung etwas ab da man aus Richtung Sipplingen/Bodman den Westwind kommen sah. Als dieser da war gings los. Nach einem blitz sauberen Nullstart segelten wir mit der Esse 850 der Familie Troeger an der Spitze des Feldes noch vor den großen Carbon Racern. Wir konnten 10m hinter der Esse 850 die Luvtonne vor Wallhausen runden und mit Gennaker diese dann sogar überholen. Allerdings schlief der Wind ein und alle Schiffe der Startgruppe 1 standen wie angewurzelt in der Flaute vor Überlingen. Außer die Psaros 33 mit ihren 100erten Quadratmetern Segelfläche. Diese fuhr einfach davon Richtung zweiter Wendeboje vor der Birnau. Da von hinten neuer Westwind kam konnte das gesamte Feld der Startgruppe 2 von hinten auffahren und sogar teilweise an uns vorbei bis wir den Wind auch hatten. Dann rundeten wir die Tonne Birnau als zweites Schiff unserer Wertungsgruppe hinter der Psaros 33. Wir konnten bei Westwind welcher nachher auf Süd drehte auf das Ziel vor Überlingen zu segeln mussten aber 100m vor dem Ziel nochmals den Gennaker setzen und vor dem Wind ins Ziel kreuzen. Dort überholten uns einige Boote aber es reichte dennoch für einen guten zweiten Rang. Die Psaros 33 gewann verdient das blaue Band von Wallhausen denn bei so einem leichten Wind ist diese auch schwer zu schlagen. Nach der Regatta kam der gesellige Teil bei Bier und Würstchen und Siegerehrung. Danach segelten wir bei schönem Südwind nachhause zurück. Vielen Dank an meine Vorschoterin Sandrina.

Italienische Meisterschaft Melges 24 Riva Gardasee

Die Italienische Meisterschaft der Melges 24 Klasse fand dieses Jahr in Riva am Gardasee am ersten Juli Wochenende statt. In diesem Jahr waren wir nicht mit der R2-D2 am Start. Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen und wurde von der Dublin Crew aus Mammern am Untersee gefragt, ob ich bei ihnen mitsegeln möchte. Die Schweizer fuhren schon am Mittwoch runter zur Vermessung und um das Boot aufzubauen und einzuwassern. Da ich noch Arbeiten musste konnte ich erst Donnerstag Nachmittag anreisen. Nach meiner Anreise gingen wir noch eine Runde segeln und mussten feststellen das der Riggtrimm nicht stimmte. Also wieder in den Hafen und Rigg richtig einstellen. Danach war es dunkel und es ging zur Unterkunft. Der Freitag begann mit dem Briefing morgens und anschließend gings bei Ora um 12 Uhr aufs Wasser. Es konnten drei schöne Wettfahrten gesegelt werden. Die Ergebnisse ließen in einem Weltklassefeld zu wünschen übrig, dennoch hatten wir viel Spaß und einen tollen Regatta Tag. Im Anschluss gab es Stegbier und Pizza und sonstige Leckereien am Steg. Danach fuhren wir müde in unsere Unterkunft wo wir noch etwas den Tag ausklingen ließen. Der Samstag brachte bei Sonne und warmen Temperaturen, wie auch schon der Freitag, erneut Ora. Es wurden abermals drei Wettfahrten gesegelt. Abends fand dann eine große Party auf dem Clubgelände statt mit DJ und Barbecue. Der Sonntag und damit letzte Tag war wie die beiden Vortage nur segelten wir nur noch zwei Wettfahrten. Anschließend gings ans Auswassern und dann auf die Heimfahrt. Es war eine schöne Regatta, mit einer neuen Crew.  

Ost-West Regatta

Nach der Überfahrt am Freitag Nachmittag von Meersburg zum Bregenzer Segelclub hatten wir einen Tisch im Wirtshaus am See reserviert um Kässpätzle zu essen. Danach tranken wir noch ein Bier am BSC Clubhaus und unterhielten uns mit vielen befreundeten Seglern. Danach gings ins Bett um fit zu sein für den anstrengenden nächsten Regattatag. Am nächsten Morgen um 6 Uhr gings aufs Wasser und es hatte einen leichten Rheintäler Wind. Dieser baute aber bis zum Start immer mehr ab und eine Nordost Thermik aus Lindau drückte durch. Diese war aber mit dem Startschuss auch wieder weg somit herrschte am Start komplette Flaute. Nach einigen Minuten kam dann doch der Rheintäler wieder durch. Allerdings waren wir am falschen Ende der Startlinie und somit bekamen wir den Wind nicht gleich ab. Als wir den Rheintäler dann erreichten konnten wir den Gennaker setzen und das Feld von hinten aufrollen. Höhe Wasserburg stellte dann der Rheintäler wieder ab. Aber wir waren im Spitzenpulk angekommen bei den ersten 20 Booten des Feldes. Es wurde warm und die Sonne begann zu drücken. Das war das Zeichen für Thermik. Wir segelten ganz unter Land mit Gennaker im Halsenduell mit der Esse 850 und der Grand Surprise. Dann Höhe Kressbronn kam ein Westwind auf mit dem wir bis Höhe Eriskircher Ried kamen. Viele hielten direkt auf Konstanz und das Ziel zu. Aber wir drehten ab und segelten Richtung FN. Dann unter Land kam wieder Thermik und Höhe Immenstaad und Richtung Konstanz nahm der Wind immer weiter zu und wir konnten unter Gennaker mächtig vorne rein preschen. Höhe Kreuzlingen dann ein Dreher Auf Westwind. Schnell den Gennaker runter und mit Fock hoch am Wind Richtung Ziellinie. Alle großen ORC 1 Boote links und rechts von uns blieben einfach stehen. Wir jedoch fuhren einfach weiter. So kam es das wir mit dem Westwind als 10. Schiff von über 130 Schiffen die Ziellinie in Konstanz überquerten. Das bedeutete Rang 1 bei den ORC Sportbooten und schnellstes Boot nach berechneter Zeit über alles und damit Gesamtsieger der diesjährigen Ost-West Regatta. Vielen Dank an meine grandiose Crew fürs Kämpfen und durchhalten, Wolf Martin und Yanik Barho.

Tag-Nacht Kreuzlingen

Am Freitag nach dem Seenachtsfest findet traditionell eigentlich die Altnauer Tag-Nacht Regatta statt. Diese fand jedoch letzte Jahr zum letzten Mal statt da der Segelclub Altnau die Regatta mangels Helfer und ehrenamtlich engagierten nicht mehr stämmen kann. Deshalb erklärte sich der benachbarte Seglerverein Kreuzlingen bereit, diese durchzuführen als Kreuzlinger Tag-Nacht Regatta um eine Tradition fortzuführen. Nach unserer Überfahrt am Freitag Nachmittag tranken wir bei der Hitze noch ein kühles Getränk. Danach gings zum Baden auf den See raus, dabei wurde auch das Unterwasserschiff sauber gemacht. Anschließend segelten wir uns etwas ein und machten ein paar Manöver. Dann erfolgte auch schon der Start und es ging los mit einer Kreuz Richtung Altnau und damit zur ersten Boje. Der Wind flaute immer weiter ab und vor Altnau hatte es fast keinen Wind mehr. Wir konnten jedoch die Tonne Altnau als zweites Sportboot 20m hinter der Esse 850 runden. Dann gings mit Gennaker weiter Richtung zweiter Tonne vor Hagnau. Es wurde dunkel und man konnte nur noch erahnen wo welches Schiff unterwegs war und wo es einen Hauch Wind hatte. Wir erreichten nachdem der Wind auf Nordost gedreht hatte die Tonne Hagnau als ebenfalls als zweites Sportboot hinter der Esse 850. Allerdings hatten wir nur noch eineinhalb Stunden Zeit das Ziel vor Kreuzlingen im Zeitlimit zu erreichen wir segelten unter Gennaker bis Mitte See etwa 1km vor dem Eichhorn dann die Ernüchterung, das Zeitlimit war zu Ende und wir hatten es nicht bis ins Ziel geschafft. Die Esse 850 vor uns jedoch schon. Sie war um 23:59:47 im Ziel 13 Sekunden vor Ende des Zeitlimits. Damit ging der Sieg dieses Jahr zum ersten mal bei einer ORC Regatta nicht an uns sondern an die Esse 850. Dennoch können wir mit unserem 2. Rang bei den ORC Sportbooten zufrieden sein. Vielen Dank an meine tolle Crew Simon Waschke, Sandrina Breuninger und Christoph Schroff.  

Text: Benjamin Off

Kontakt

Yacht-Club Meersburg e.V.
Uferpromenade 108
88709 Meersburg
 07532 - 3829088
 info(ät)yachtclub-meersburg.de

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