Bei viel Sonne und achterlichem Wind der Stärke zwei segelten neun Schiffe des YCM am Fronleichnamstag über den grün schimmernden See nach Romanshorn.

Die Bilge und die Kühlboxen gut gefüllt, stand ein herrlicher, lauer Grillabend bevor. Gewittertürme kamen und gingen rund um den See, verschonten aber die weinselige und recht ausgelassene Gruppe am Grill. Erst gegen Mitternacht sorgte dann plötzlich einsetzender heftiger Wind mit Regen dafür, dass man sich doch gerne in die Koje verkroch.

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Die Sonne weckte alle früh am nächsten Morgen. Nach einem ausgiebigen Frühstück beschloss die Gruppe, aufgrund der eher geringen Aussichten auf Wind nach Arbon zu segeln. Anfängliche leichte Winde aus östlicher Richtung flauten am frühen Nachmittag ab, und so fanden sich nach und nach alle Schiffe im Hafen von Arbon ein. Es war noch früh am Tag, die Sonne brannte mit sommerlicher Intensität, und so war der beste Platz der unterm Sonnensegel, bei einem kühlen Campari oder einem guten Kaffee mit kleinen Naschereien. Ob beim Mittagsschläfchen, beim Lesen oder bei einer netten Plauderei mit Segelkameraden, der Nachmittag schlich sich so dahin, bis, wen wundert's, der Gedanke ans Essen aufkam. Es fanden sich ein paar Willige, die sich aufmachten, ein geeignetes Lokal für's Abendessen ausfindig zu machen und zu reservieren. Bei Raffaele mitten in der Stadt fanden alle Platz und tafelten im Freien, bis ein Gewitterausläufer mit heftigem Regen alle in die Flucht schlug. Das Essen war ohnehin beendet – wieder einmal Glück gehabt! Auf der Solveig fanden, fast schon Tradition, ein paar Unverdrossene Unterschlupf und einen vorzüglichen Rosé als Absacker.

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Der folgende Tag startete wie gewohnt mit viel Sonne und wenig Wind. Das Ziel war der Württembergische Yachtclub Friedrichshafen. Dort erwarteten die Segler bereits weitere Clubmitglieder, die per Schiff oder Auto angereist waren. Die Flotte des YCM Meersburg war inzwischen auf 16 Schiffe angewachsen. Zu einem kühlen Apero fand man sich auf dem Clubgelände ein, wo bei geselligem Geplauder die Zeit rasch verstrich, bis man sich zum gemeinsamen Abendessen begab. Im Garten des Clubhauses waren zwei lange Tafeln eingedeckt, wo sich die Seglergesellschaft bis in die Nacht hinein bei feinem Essen und gutem Wein vergnügte.

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Und dann kam der Sonntag, der Heimreisetag. Sonnenschein und ein unerwartet frischer Wind der Stärke zwei aus West sorgte für ein frühzeitiges Ende des geschäftigen morgendlichen Treibens im Hafen und auf den Booten. Bei diesen Windverhältnissen hielt es keinen mehr im Hafen, und bis Meersburg war ja auch eine nicht gerade kurze Strecke zu bewältigen. Die Wettergötter waren gnädig, denn der Wind stand durch bis Meersburg, wo die gesamte Flotte gegen 15 Uhr eintraf. Wie jedes Jahr, wurden die Segler dort von Inge und Lilo mit ihren wunderbaren, selbst gebackenen Torten und Kuchen empfangen. Man fand sich nach und nach auf Terrasse des Clubhauses ein, wo die 4-tägige Ansegel-Ausfahrt langsam ausklang. Ein paar herrliche Segeltage in Geselligkeit und sommerlicher Leichtigkeit gingen zu Ende. Wie immer gebührt an dieser Stelle Hilde und HP ein dickes Dankeschön für die Organisation des Ganzen. Es war – wieder einmal – eine rundum gelungene Veranstaltung.

Text und Bild: Susanne Geesing

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